25.11.2014 – Eine Meldung der dpa zu Burnout

Hamburg (dpa) – Immer wieder hört man von mehr und mehr Burnout-Fällen. Eine Studie der DAK zeigt nun: Die Zahl der Fehltage wegen Burnouts ist gesunken. Die schlechte Nachricht: Dafür setzen Depressionen den Arbeitnehmern in Deutschland zu. Zum ersten Mal seit zehn Jahren sind nach einer Studie der Krankenkasse DAK-Gesundheit die Fehltage wegen einer Burnout-Diagnose zurückgegangen. „2013 gab es ein Drittel weniger Fehltage als im Jahr zuvor“, hieß es in einer am Montag (24. November) veröffentlichten Mitteilung. Demgegenüber habe sich die Zahl der Fehltage durch Depressionen in den vergangenen 13 Jahren um 178 Prozent erhöht. Wegen Burnouts entfielen im Jahr 2012 100 Fehltage auf 1000 DAK-Versicherte. 2013 sank die Zahl auf 67 Tage. Auch im ersten Quartal 2014 setzte sich dieser Trend fort. „Eine zunehmend differenziertere Diagnosepraxis führt mittlerweile dazu, dass häufiger eine Depression erkannt wird, die eigentlich hinter dem Burnout steckt“, sagte die DAK-Ärztin Elisabeth Thomas. Insgesamt seien die Ausgaben der DAK-Gesundheit für die Behandlung psychischer Erkrankungen in den letzten fünf Jahren um 15 Prozent auf 236,5 Millionen Euro gestiegen, hieß es. Die DAK-Gesundheit hat 6,2 Millionen Versicherte, davon sind 2,7 Millionen erwerbstätig. © dpa

Ich persönlich finde diesen Artikel ja wirklich ein Hohn! Warum? Ganz einfach: Man kann weder in Deutschland noch in Österreich oder der Schweiz mit dem Krankheitsbild „Burnout“ etwas erreichen, geschweige denn behandelt werden, da Burnout nicht als Krankheit anerkannt ist. Um eine Behandlung durch einen Arzt vor einer Krankenkasse zu rechtfertigen, müssen Erschöpfungszustände oder auch schlichtweg Depressionen diagnostiziert werden, damit überhaupt die Möglichkeit der Behandlung besteht. Es werden also offiziell behandelbare und anerkannte Krankheiten diagnostiziert werden, um überhaupt gehört werden. Noch immer scheuen sich deswegen viele Menschen, diesen Weg zu gehen, denn wer will schon als depressiv gelten? Und damit ist noch nicht erwähnt, dass auch Depressionen in unserer Gesellschaft von zu vielen Menschen immer noch belächelt und nicht ernst genommen werden. Dass sich das ändert, auch dafür setze ich mich mit dem ABOB-Projekt ein! Sei auch Du Teil dieses Projekts! Deine Spende kannst Du ->hier platzieren. Vielen Dank!

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