I have a dream…

Ich bin nicht Dr. Martin Luther King. Ich bin auch nicht Charlie. Ich bin nur ich, aber ich habe einen Traum, der mir in diesen Tagen noch viel deutlicher zu Bewusstsein gekommen ist, als sonst.

023Ich habe den Traum, dass alle Menschen frei sein dürfen, dass sie sagen, denken, fühlen dürfen, was sie wolleen, ohne Angst zu haben, dafür bestraft zu werden, getötet zu werden oder auch nur der Lächerlichkeit preisgegeben. Ich habe den Traum, dass jeder so sein dürfen sollte, wie er wirklich ist – authentisch eben.

Ereignisse, wie sie aktuell in Paris geschehen sind, zeigen mir ganz deutlich, dass wir alle noch weit davon entfernt sind, diese Freiheit, von der ich träume, anzuerkennen. Ja, wir sind nicht einmal bereit, darüber nachzudenken. Denn was ist das Resultat aus den Attentaten in Paris? Nein, nicht etwas mehr Freiheit. Man denkt darüber nach, wie man die Freiheit noch mehr einschränken kann, damit wir alle uns sicherer fühlen.

Ich will hier nicht über mögliche Hintergründe sprechen, denn ich kenne sie nicht. Ich spreche von dem, was sich mir zeigt: Wir sind nicht frei! Wären wir es, hätten wir keine Angst vor dem Fremden. Wir bräuchten keine Angst haben, unsere Meinung zu sagen, wir bräuchten uns nicht davor zu fürchten, was geschieht, wenn wir unsere Wahrheit sagen und sei sie noch so harmlos.

In unserer Zeit haben wir sogar Angst davor zu sagen, wenn es uns nicht gut geht. Wir trauen uns nicht über unsere Ängste und Nöte zu sprechen. Wir schleppen uns zur Arbeit, obwohl wir erschöpft und müde sind, wir verharren in Beziehungen, obwohl unsere Liebe erkaltet ist, wir machen auf Familie, obwohl wir in unseren Herzen vielleicht nur Respekt für unsere Verwandten fühlen, aber keine familiäre Liebe. wir belügen uns und andere jeden Tag, weil wir Angst haben.

Es ist nicht immer die Angst vor Gewalt oder Repressalien, die uns so beschissen unehrlich sein lässt. Es ist manchmal auch einfach nur die Angst, nicht geliebt zu werden. Wir sind so verflochten in ein System gesellschaftlicher Regeln und Dogmen. Wir sind so damit beschäftigt, den Ansprüchen anderer zu genügen, dass wir schon fast keine Zeit mehr haben, darüber nachzudenken, wer wir eigentlich wirklich sind und was uns wirklich glücklich machen würde.
Unser eigenes Glück scheint uns so unwichtig zu sein, dass wir vergessen haben, danach zu streben, obwohl es ein Grundrecht von uns ist. Sind wir denn nicht mehr Wert als das?

Wenn etwas wie in Paris geschieht, nutzen wir die Möglichkeit der Ablenkung und geben unserer Angst einfach eine neue Richtung. Jetzt sind es die bösen Terroristen vor denen wir Angst haben können. Das wird aber in ein paar Wochen wieder Geschichte sein und dann sind wir wieder mit unseren Ängsten allein.

Mag mich mein Chef? Liebt mich meine Frau? Liebt mich mein Mann? Haben Mama & Papa mich lieb? Mag meine Leserschaft meinen neuen Artikel? Kann ich in dem Aufzug auf die Straße gehen? Bin ich zu alt für diese Frisur? Kann ich das sagen? Darf ich mich so benehmen? Muss ich Angst um meinen Job haben, weil ich mich krank gemeldet habe?

Wir werden nie so sein, dass wir allen gefallen. Wir werden nie immer das fühlen, was andere gerne hätten, das wir fühlen. Wir werden nie immer zu 100% fit und leistungsfähig sein. Wir werden nie immer den Geschmack aller treffen können. Warum zum Teufel tun wir dann alles, um es zu versuchen? Warum verbiegen wir uns nur immer bis zur totalen Erschöpfung?

Ich glaube nicht, dass die ansteigenden Zahlen psychosozialer Erkrankungen wie Burn-Out oder Depressionen immer nur von bösen, ausbeuterischen Führungskräften verursacht werden. Ich glaube, dass wir selbst in unserer Unfähigkeit aus diesem Hab-mich-lieb-System auszusteigen, einen ebenso großen Anteil daran haben. Schlicht, weil wir Angst haben. Und Angst macht unfrei.

Wenn Du Dich ständig verbiegst, Deiner Seele verweigerst, sich zu entfalten, ihr verweigerst, ihr Flügel wachsen zu lassen; wenn Du Dich komplett von Deinem Selbst entfremdest, weil Du Angst hast, Du könntest jemandem nicht mehr gefallen und das täglich über viele Jahre, ist es da nicht logisch, dass Du müde und erschöpft bist, dass Du irgendwann ausgebrannt bist?

Ich aber habe den Traum, dass alle Menschen eines Tages frei sein können. Frei von diesem System, frei von der Angst, sich daraus zu lösen, um ihre Erfüllung zu finden.

Noch sind wir nicht so viele, die diesen Traum zu verwirklichen suchen, aber wir werden mehr. Auch aus diesem Grund habe ich das ABOB-Projekt ins Leben gerufen, denn es soll ein Symbol sein für all diejenigen, die gerne aussteigen möchten aus dem Hab-mich-lieb-System. Es soll ein Symbol sein für all diejenigen, die noch zu ängstlich sind, ihre Stimme zu erheben.

Sie sollen aber wissen: ich – und alle, die das Projekt unterstützen – wir treten für Euch ein.

Wir treten für die Freiheit ein und den Ausstieg aus dem System. Und was ist ein deutlicheres Symbol für die Freiheit des Individuums, als ein Motorrad?
Lass ihn uns verwirklichen, diesen Traum! Lass uns gemeinsam der Anst die rote Karte zeigen!

Lass uns einfach alle gemeinsam authentisch leben!

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